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In einem ersten Schritt eine Entwicklungsbank als Gegengewicht zu den US/EU-geführten Weltbank und IWF zu schaffen, haben sich die Finanzminister der BRICS Mitgliedstaaten vergangenes Wochenende am Rande des jährlichen Früharstreffens der Weltbank und des IWF getroffen und desen wichtigen Schritt diskutiert.
In ihren Beratungen haben Südafrika und andere Mitglieder der BRICS Gruppe am Sonntag beschlossen, ein Beratungskommittee zu gründen, das Vorschläge zur Strkturierung einer eigenen BRICS Entwicklungsbank erarbeiten soll. Das Kommitteee wird sich aus Politikern der BRICS Staaten sowie ausgewählten Experten zusammensetzen, genaueres wird aber erst zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.
Dieser Schritt wurde von Weltbank und dem IWF begrüsst, die kommentierten, dass im Angesicht der heute doch deutlich größeren Weltwirtschaft als noch vor vielen jahren, Raum für eine weitere Entwicklungsbank ist, die den bestehenden Entwicklungsbanken nichts wegnehmen wird.
Gute Nachrichten für Konsumenten und bald schon wieder für Schuldner?
Die Inflationsrate bewegte sich im März zurück in dem vom Finanzministerium gesetzten Korridor. Mit 6,0% lag sie damit ein halbes Prozent unter den Erwartungen von Finanzexperten.
Darüber hinaus schloss der Einzelhandel den Februar mit einem Rekordwachstum gegenüber dem Vorjahr von 7,2% ab. Dieser Trend dürfte sich jedoch dann umkehren, wenn sich erhöhhte Benzinpreise, die Einführung der elektronischen Maut und die demnächst anstehende Runde der Strompreiserhöhung auf die Verkaufspresie lokaler Produkte auswirken.
Trotzdem bleibt die Hoffnung, dass die gegenwärtige Tendenz bei der Inflation die südafrikanische Zentralbank dazu motiviert, die Leitzinsen bei ihrer nächsten Sitzung unverändert zu belassen.
Nachdem vor gut 14 Tagen noch eine hohe Wahrscheinlichkeit für die erste Zinserhöhung nach 16 Monaten bestand, fiel die Infaltionsrate im Februar überraschend auf 6,1% und liegt damit nur knapp ausserhalb des Korridors von zwischen 3% und 6%.
Gill Marcus, Zentralbank Governeurin, lies daher und im Angesicht der fortschreitenden wirtschaftlichen Erholung Südafrikas, den Rediskontsatz unverändert auf seinem 30-Jahre-Tief von 5,5%.
Das heisst zwar nicht, dass die Zinsen demnächst doch wieder steigen könnten, aber für den Moment eine weitere Verschnaufspause für Darlehensnehmer bei einem Leitzinssatz von 9%.
Das südafrikanische Finanzamt, (SARS), Herrscherin über die Import und Exportzahlen, verkündete heute, dass das Handelsbilanzdefizit im Vergleich zum Vormonat nunmehr nur noch die Hälfte aufweist.
Während im Januar die Importe noch 13,5 Mrd. Rand höher lagen als die Exporte, wies die Differenz im Februar nur noch 5 Mrd. Rand aus. Die Exporte lagen insgesamt 4,2% höher als im Vormonat, während die Importe um 5,6% zurückgingen.
Im vergangenen Jahr lag das Handelsbilanzdefizit bei lediglich 200 Mio. Rand, dennoch sieht die derzeitige Perspektive positiv aus und es wird unter Finanzexperten ein weiterer Rückgang auf 5 Mrd. Rand für den kommenden Monat erwartet.
Die vergangene Woche sah eine weitere Stärkung des südafrikanischen Randes, über das Mass des Währungskursverlustes anderer Währungen hinaus.
Grund dafür ist ein Kommentar der Zentralbank (SARB) Governeurin Gill Marcus auf der Webseite der Währungshüterin Ende letzter Woche. Marcus sieht die Inflation zwar weiterhin ausserhalb des von der Regierung gesetzten Korridors zwischen 3% und 6%, ber promäres Ziel ist die Sicherung eines gesunden Wirtschaftswachstums.
Selbiges hingt hinter den Erwartungen zurück und es wird damit immer wahrscheinlicher, dass SARB bereits in seiner nächsten Sitzung die Zinsen anhebt, nachdem die bank ein gutes Jahr lang stillgehalten hat.
Der Rand profitiert davon in vorübergehender Stärke und die Anleihenzinsen deuten erstmalig auf eine Leitzinserhöhung hin. Die Anleger freuts, die Hypothekenschuldner eher weniger.